Eine ummauerte Altstadt, kristallklares Wasser und eine Küste, die sich bis zu einigen der dramatischsten Landschaften des Balkans erstreckt — Budva ist aus gutem Grund Montenegros meistbesuchtes Reiseziel.
Nur wenige Städte an der Adriaküste tragen so viel Geschichte wie Sonnenschirme. Budva ist eine davon. Vor über 2.500 Jahren von griechischen Siedlern gegründet, wurde sie von Illyrern, Römern, Byzantinern und Venezianern geprägt — jeder hinterließ etwas im Stein, in der Architektur und im Straßenverlauf. Heute ist Budva Montenegros meistbesuchtes Touristenziel, und dennoch wirkt die Altstadt nach wie vor wie ein Ort, an dem Menschen tatsächlich leben — nicht nur als Kulisse für Fotografien.
Die Altstadt
Die mittelalterliche Altstadt liegt auf einer kleinen felsigen Halbinsel, umgeben von venezianischen Mauern, mit der modernen Stadt verbunden, aber in jeder wesentlichen Hinsicht von ihr getrennt. Die Gassen sind eng, uneben und weitgehend verkehrsfrei. Die Kathedrale des Heiligen Johannes stammt aus dem 9. Jahrhundert und prägt den südlichen Teil der Halbinsel. Die Zitadelle, über Jahrhunderte wechselnder Herrscher immer wieder auf- und umgebaut, bietet einige der schönsten Aussichten an der Küste — Terrakottadächer im Vordergrund, das offene Meer dahinter. Am Abend, wenn sich die Tagestouristen verzogen haben, wird die Altstadt zu einem jener seltenen Orte, die zielloses Umherwandern wirklich belohnen.
Strände
Budvas Strände reichen von der zentralen Slovenska Plaža — lang, belebt und gut ausgestattet — bis zum versteckteren Strand Mogren, den man über einen kurzen Küstenpfad und einen in die Felsen gehauenen Tunnel erreicht. Mogren ist in zwei Buchten aufgeteilt und liegt direkt unterhalb der Altstadtmauern, was ihn zu einem der malerischsten Badeorte des Landes macht. Weiter südlich führt die Straße nach Sveti Stefan an einer Reihe kleinerer Buchten und Kiesstrände vorbei, die in der Hochsaison deutlich ruhiger sind.
Sveti Stefan und die Riviera
Einige Kilometer südlich von Budva ist das Inselchen Sveti Stefan eines der prägenden Bilder Montenegros — eine Ansammlung mittelalterlicher Steinhäuser auf einer kleinen Insel, die durch einen schmalen Damm mit dem Festland verbunden ist. Die Insel selbst beherbergt ein Luxusresort, doch der Blick von der Straße oben sowie die öffentlichen Strände auf beiden Seiten des Damms sind frei zugänglich und einen kurzen Ausflug wert.
Nachtleben und Sommersaison
Von Juni bis August verändert sich Budva erheblich. Der Küstenabschnitt zwischen der Altstadt und der Slovenska Plaža beherbergt Beachclubs, Open-Air-Bars und Nachtclubs, die bis in den frühen Morgen geöffnet sind. Es ist eine der lebendigsten Sommerszenen an der östlichen Adria und zieht ein junges, internationales Publikum an. Wer das nicht bevorzugt, findet in der Nebensaison — Mai, Anfang Juni und September — dieselbe Küste und dieselbe historische Altstadt, ohne Lärm und Menschenmassen.
Anreise und Fortbewegung
Budva ist kompakt genug, um vollständig zu Fuß erkundet zu werden. Der nächste internationale Flughafen ist Tivat, etwa 25 Kilometer entfernt, der Flughafen Podgorica liegt als Alternative rund 65 Kilometer landeinwärts. Von Budva aus sind Tagesausflüge nach Kotor, zum Skadarsee, zur Bucht von Kotor und in die Bergstadt Cetinje bequem mit dem Auto oder einer organisierten Tour möglich.
Anreise
Vom Flughafen Podgorica
65 km
ab €65 mit Limousine
Vom Flughafen Tivat
30 km
ab €45 mit Limousine
